Die vorlaute Stimme aus dem Unterbewusstsein

Wir wissen es doch eigentlich ganz genau…der Hamburger bei Mc Donalds sieht in echt niemals so köstlich aus, wie auf dem Plakat, unser neues Auto hätte theoretisch auch auch eine Nummer kleiner und somit günstiger ausfallen können und die linksdrehenden Joghurtkulturen machen uns auch nicht wirklich gesünder.

Ja, rational gesehen, klingt das alles ganz logisch, doch warum zum Geier geraten wir doch immer wieder in die Käuferfalle und kaufen Dinge, die rational gesehen nicht lebensnotwendig sind??

Das liegt eben daran, dass alle unsere rationalen Entscheidung immer auf einer emotionalen Entscheidung basieren. Das Ganze findet im lymbischen System unseres Gehirns statt und liegt in der Evolution des Menschen, woran wir rückwirkend nun mal nichts mehr drehen können (es sei denn, Sie heißen Michael. J. Fox und sind gerade mit einer Zeitmaschine in Form eines DMC DeLorian unterwegs).

Menschen, die behaupten Ihre Kaufentscheidungen grundsätzlich rational zu treffen, liegen falsch – auch wenn sie das nicht gerne zugeben werden. Alle unsere rationalen Entscheidungen basieren auf einer emotionalen Entscheidung, die im lymbischen System des Gehirns statt findet. Wir gehorchen Instruktionen unseres Gehirns, die je nach Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

Grundsätzlich unterscheiden wir unter der Stimulanz-Instruktion, der Balance-Instruktion und der Dominanz-Instruktion. Diese drei Instruktionen sind die Antwort auf die Frage, warum wir Dinge tun. Danach richtet sich auch die Werbewirksamkeit. Ein Vitaminpräparat richtet sich beispielsweise an die Gesundheit und demnach an die Balance-Instruktion des Menschen. Geld für eine Konzertkarte geben wir aufgrund der Stimulanz-Instruktion aus, die unser Gehirn uns signalisiert: „Du brauchst Unterhaltung“ ist hier die Botschaft. Wir kaufen einen neuen Mercedes (obwohl wir uns ihn vielleicht nicht leisten können) um neidvolle Blicke vom Nachbarn zu ernten – hier ist die Dominanz-Instruktion der Auslöser. Vor allem Bilder in der Werbung lösen diese Effekte aus, sodass unser Gehirn uns sagt „hey, das musst du haben!“ Achten Sie doch beim nächsten Einkauf einmal darauf, aus welcher Instruktion heraus Sie etwas kaufen oder warum Ihre Kunden etwas bei Ihnen kaufen sollten.

Sie werden überrascht sein.

Bis dahin wünsche ich fröhliches Shopping!

Ihre *Brainy Snowflake*

Verhaltenswissenschaftliches Marketing